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Der Innviertler Landler

Dieser Innviertler Landler war es, der das Innviertler Zechenwesen weit über unsere Grenzen hinaus bekannt gemacht hat.
Über die Herkunft des Wortes "Landler" streiten sich die Wissenschaftler. Teilweise wird behauptet, dieses Wort kommt eigentlich nicht vom Innviertler Gebiet, sondern vom sogenannten "Landl", also jenem Gebiet, das östlich des Innviertels liegt.
Ich persönlich wage jedoch dies stark zu bezweifeln, weil Innviertler und "Landler"= Hausruckviertler nie besonders gut aufeinander zu sprechen waren. Dieses Verhältnis sei mit folgendem Trutzgstanzl gut charakterisiert:

dö Landla dö Bandla
dö Nudldrucka
wan d'Iviertla köman
mias'ns umirucka

Der Landler war einer der wichtigsten Bestandteile einer Zeche und mußte daher von jedem Burschen beherrscht werden. Es war die Aufgabe des Zechmeisters diese Kunst den jungen "Zechbuam" beizubringen.
Der Landler wurde gelernt nach der "Eicht", das ist jene Niederschrift, die jede Zeche besitzt und dadurch ihre spezielle Form des Ländlers ausdrückt. Das heißt die "Eicht" formulierte genau die Tätigkeiten, die der Bursch beim Landlertanzen zu tun hatte. Konnten die Burschen die "Eicht" auswendig, so wurde dann der Tanz intensiv geübt, damit sie mit den anderen bei den "Kirtagen" etc. mittanzen konnten. Dieses Einlernen geschah meistens in der Fastenzeit, konnte aber auch ein ganzes Jahr dauern, bis es der Bursch konnte.