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Aufbau einer Zeche:

Wesensmerkmale sind wie schon erwähnt die Gemeinschaft und der berühmte "Innviertler Landler", auf den ich aber noch gesondert eingehen möchte.Mitglieder waren nur männliche Jugendliche die ab ca. 16 Jahren der Zeche beitreten konnten.
Für die diversen Tanzveranstaltungen brauchte man natürlich auch Mädchen. Zu diesem Zweck wurden die Schwestern bzw. Freundinnen der "Zechbuam" eingeladen.
Die Zeche war nach einem patriachalischen System aufgebaut. Das heißt, daß ein Leiter, der sogenannte "Zechmeister" die Zeche leitete. Dieser "Zechmeister" lernte den Jungen das Tanzen und die anderen "Zechbuam" hatten sich vor ihm zu beugen. Es war natürlich nicht so, daß keiner etwas zu reden hatte, denn es war ja eine Gemeinschaft, aber in Konfliktsituationen war der Zechmeister das Oberhaupt.

Die Burschen einer Zeche standen natürlich wo es nötig war zusammen und hatten so etwas wie einen eigenen Ehrenkodex.
Bei Hochzeiten oder "Kirtagen" (Kirchweihfesten) hatte jede Zeche beim Wirt einen eigenen "Zechtisch", welcher sich im "Zechstüberl" befand. In diesem Zusammenhang sei gesagt, daß der Zechtisch in der Ecke des Zechstüberls stets der begehrterste war, da man so bei einer eventuellen "Rauferei" die beste Rückendeckung hatte.
Einheimischen Zechen kamen meist gewisse Vorrechte gegenüber auswärtigen Zechen und Zechenmitgliedern zu, unter den ersteren wiederum hatte die älteste (Krammerer Zeche) stets die "Vorhand".
Wer sich dieser Ordnung nicht einfügen wollte oder dagegen verstieß, provozierte gewissermaßen automatisch Streit.